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Tageslichtlampe

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Tageslichtlampen in der Medizin

Lichttherapie reguliert den Hormonhaushalt und verschafft den Patienten eine höhere Lebensqualität
Die positiven Effekte von Tageslicht auf den Körper sind wissenschaftlich erwiesen. Vor allem das Sonnenlicht ist es, welches für den menschlichen Organismus unentbehrlich ist. Und eigentlich ist das Licht der Sonne eine Selbstverständlichkeit, wäre da nicht die gesellschaftliche Entwicklung, die uns immer mehr in Räumlichkeiten aufhalten lässt. Die Berufe verlagern sich in Gebäude und geschlossene Räume, wir leben, essen und schlafen in Räumen. Mehr noch, wir feiern, lernen und entspannen uns in unseren eigenen vier Wänden, die noch vor einigen Jahren ausschließlich zum Schlafen gehen genutzt wurden. Kein Wunder also, dass sich diese Veränderung auch auf die Gesundheit des Menschen auswirkt. Und das nicht immer im positiven Sinn. Immer mehr Menschen hilft eine Lichttherapie, ihr Leben zu verbessern und das Wohlbefinden zu steigern. In unserem Körper laufen biochemische Prozesse, die durch Sonnen- oder Tageslicht gesteuert werden. Hält man sich nicht zumindest eine Stunde pro Tag im Tageslicht auf, so werden diese Prozesse gestört.

Wozu führt akuter Lichtmangel?

Licht und Sonne sind gerade im Winter oder Herbst besonders rar, zumal es kalt wird und die Tage aufgrund der Zeitumstellung kürzer. Dann erfahren die meisten Menschen einen akuten Lichtmangel, auch „Winterblues“ genannt. Viele erkennen diese Diagnose nicht zwingend an, schieben den körperlichen Leistungsverfall auf die Kälte oder den Stress. Das allgemeine Wohlbefinden flacht ab, wir fühlen uns ausgelaugt, dauerhaft müde und unwohl in der eigenen Haut.

Leidest du am Winterblues?

Zu wenig Tageslicht lässt auch unser inneres Feuer langsam ausgehen. Was zunächst ein wenig esoterisch klingt, ist aber auf bestimmte Symptome bezogen, die tatsächlich schon jeder mindestens einmal erleben konnte.
Von welchen Symptomen sprechen wir?

  • Langsamer Stoffwechsel mit Gewichtszunahme
  • Allgemeine Antriebslosigkeit, fehlende Motivation
  • Energieverlust
  • Stimmungsschwankungen
  • Verringerte Konzentrationsfähigkeit
  • Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf, häufig ganztägig
  • Aus dem Bett kommen fällt zunehmend schwerer
Auf einen typischen Winterblues reagieren einige sogar in Form einer Winterdepression. Sie äußert sich in all den eben erwähnten Symptomen in sehr ausgeprägter Form. Hinzu kommen typische depressive Gedanken, Hoffnungslosigkeit und die Frage nach dem Sinn des Lebens. Wir können also festhalten, dass das Tageslicht uns am Leben hält, nicht  nur physisch, sondern auch psychisch. Der Mensch braucht die Sonne, das Licht und alles was damit zusammenhängt. Steht diese gerade nicht zur Verfügung, können Tageslichtlampen aushelfen.

Melatonin, Serotin und Vitamin D

Die Begriffe Melatonin und Serotin sind dem einen oder anderen vielleicht im Zusammenhang mit „Frühlingsgefühlen“ bekannt. Tatsächlich sind diese Hormone für das Wohlbefinden verantwortlich und manchmal auch dafür, sich zu verlieben. Im Übrigen besitzen sogar Pflanzen und Tiere diese Hormone, auch manche Lebensmittel, wie beispielsweise Walnüsse oder Schokolade. Auf das Kreislaufsystem wirkt vor allem das Serotin entspannend und regenerierend. Es reguliert unsere Wahrnehmung, beispielsweise wenn es um Sex oder um Schmerz geht. Auch der Appetit und unsere Phantasie sind mit diesem Hormon eng verbunden. Serotin wird in weiterem Verlauf in Melatonin umgewandelt, einem Dunkelhormon. Melatonin macht müde, lässt den Körper tiefer schlafen.  Ein zu viel oder ein zu wenig an gewissen Hormonen und Botenstoffen schlägt sich also extrem auf unserem Gemütszustand nieder. Das Tageslicht spielt eine enorm große Rolle bei der Bildung dieser Hormone.

Vitamin-D Mangel

Vitamin-D ist im Körper für die Einbindung von Kalzium in den Knochenstoffwechsel zuständig und lebensnotwendig. Somit ist das Vitamin ein wichtiges Mittel zur Osteoporose-Vorbeugung. Und nicht nur das. Forscher sind sich sicher, dass auch Erkältungen, Grippe, Brust- oder Darmkrebs und andere Erkrankungen durch Vitamin D verhindert werden können.  So soll Vitamin D das Krebswachstum reduzieren und Herzinfarkten vorbeugen. Vitamin-D wird vor allem über die Nahrung aufgenommen, möchte man zumindest annehmen. Tatsächlich müsste man täglich 22 Liter Milch oder 13 Gläser hochkonzentrierter Vitamin D Fruchtsaft getrunken werden, um den tatsächlichen Bedarf zu decken. Auch einmal pro Woche Fisch würde nicht reichen. Man kann also nicht ausversehen zu viel Vitamin D aufnehmen, versuchen sollte man es aber. Über den Winter ist der Vitamin D Vorrat aus den Sommermonaten fast aufgebraucht, was erstaunlicherweise mit den im Februar-März ausbrechenden Grippewellen zusammenhängen könnte. Sonnenlicht spielt also eine enorm große Rolle in der Vitamin D Versorgung.

Solltest du in den Wintermonaten zu wenig Tageslicht abbekommen, trinke am besten Milch, iss Butter und viel Fisch, um deinen Vitamin-D Haushalt zu regulieren. Tageslichtlampen können natürlich nicht den kompletten Bedarf an Vitamin D ausgleichen, allerdings einiges dazu beitragen, ihn zusammen mit richtiger Ernährung aufrecht zu erhalten. Da Vitamin-D vor allem in der UV-Strahlung der Sonne vorhanden ist und die Lampe das UV Licht durch die Glasscheibe herausfiltert, nützt hier eine Tageslichtlampe nichts. Dies hat jedoch den Vorteil, dass Schäden durch UV-Strahlung vermieden werden.

Zuviel Melatonin - Winterdepression

Das Schlafhormon Melatonin reguliert den menschlichen Tag-Nacht Rhythmus und macht müde und schlapp, damit wir uns hinlegen und einschlafen können. Melatonin wird im Zentrum unseres Gehirns, in der Zirbeldrüse, von Serotonin in Melatonin umgewandelt. Nachts produziert der Körper ungefähr 10x so viel davon, als am Tag. Wer zu wenig davon produziert, der leidet an Schlafstörungen und an einem schlechten Gedächtnis. Je dunkler die Tage, desto mehr glaubt unser Organismus, Melatonin produzieren zu müssen. An kurzen Wintertagen und langen Nächten ist die Melatonin-Ausschüttung des Körpers höher. Wir fühlen uns müde, unmotiviert und schlapp. Eine Lichttherapie steuert der Ausschüttung entgegen, aber auch eine richtige Ernährung trägt dazu bei, dass weniger Melatonin tagsüber produziert wird. Liegt ein Melatoninüberschuss vor, so spricht man von einer Winterdepression oder auch "Winterblues". Neben einer Lichttherapie gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, die Müdigkeit loszuwerden und den Antrieb zu steigern. Ein sehr guter Muntermacher beispielsweise ist Guarana, das neben Koffein auf natürlicher Basis noch einige andere positive Wirkstoffe besitzt.

Zuwenig Serotonin

Gleichzeitig zum Melatoninüberschuss produziert unser Körper bei Dunkelheit weniger Serotonin. Der Neurotransmitter ist im Gehirn für die Informationsübertragung zuständig und sorgt dafür, dass wir uns wach und konzentriert fühlen. Serotonin ist ein echtes Glückshormon und wird ebenfalls im Gehirn produziert. Es sorgt für Konzentration, lässt uns positiv und euphorisch werden, macht Lust auf Bewegung und Unternehmung und lässt das Herz-Kreislauf-System in Schwung kommen. Ein Mangel an Serotonin kann erhebliche Auswirkungen haben, Angstgefühle, Depressionen, innere Unruhen, aggressives Verhalten und andere Verhaltensauffälligkeiten sind möglich.

Wann kann eine Tageslichtlampe helfen?

Gegen Depression

Eine Depression äußert sich durch gedrückte Stimmung, negative Gedankenschleifen und gehemmten Antrieb. Die Grenzen zwischen einem vorübergehenden Stimmungstief, einer Winterdepression und einer echten Depression als Krankheit verschwimmen oft. Fest steht, dass Lichtmangel Depressionen auslösen und verstärken kann. Solche Winterdepressionen tragen den interessanten Namen "Seosonal Affective Disorder-Syndrom" oder auch "saisonal abhängige Depression", kurz SAD. Eine Tageslichtlampe senkt den Melatoninspiegel, fördert die Ausschüttung von Serotonin und wirkt damit effektiv gegen die depressionsbedingten Symptome.

Tageslichtlampe gegen Burnout?

Bei einem Burnout ist genauso wie bei einer Depression die Produktion und Übermittelung der Botenstoffe im Gehirn gestört. Burnout macht den Menschen beinahe handlungsunfähig, wahrnehmungsgestört und dauerhaft traurig. Patienten verfallen häufig in ein Loch von Verzweiflung, Resignation und Selbstmordgedanken. Kann eine Tageslichtlampe diesen Menschen helfen? Forscher der Universität Graz haben bei Bernoutpatienten beachtliche Erfolge feststellen können bei der Behandlung mit Licht. Link zur Studie

Welche Symptome werden gelindert?

Alle durch eine Depression auftretenden Symptome können durch Tageslicht gelindert werden. Dazu zählen neben den oben genannten vor allem Angst, Schlafstörungen, Müdigkeit, Energiemangel und Stress. Hier lässt sich einfach und unkompliziert der Selbstversuch starten, indem man seine Bürotischlampe gegen eine Lampe mit Tageslicht austauscht.

Gegen Schlafstörungen

Gelegentliche Probleme beim Einschlafen, Durchschlafen oder Aufstehen kennt jeder Mensch. Treten die Probleme jedoch über einen Zeitraum von mehr als drei Wochen auf, so spricht man von einer Insomnie oder auch Schlafstörung. Oft gehen mit einer Schlafstörung körperliche Beschwerden sowieso Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Leistungsabfall einher. Die Tageslichtlampe wirkt hier durch den richtigen Zeitpunkt der Lichttherapie. Schläft man zu spät ein, lichtduscht man am Morgen. Schläft man normalerweise zu früh ein, so kann man sich abends behandeln, um munter zu bleiben. Nähere Informationen zu Schlafstörungen findet man auf http://www.schlaf-medizin.de/

Gegen Hautkrankheiten

Vitamin-D wird in der Haut gebildet und hilft bei der Behandlung von Neurodermitis, Schuppenflechte, Vitiligo und weiterer Hautkrankheiten. Die Produktion von Vitamin-D wird durch Tageslicht positiv beeinflusst. Auch gegen Akne hilft Tageslicht sehr gut. In den Sommermonaten ist eine Behandlung der Akne oft nicht notwendig und die Pickel gehen zurück. Im Winter kann eine Tageslichtlampe Abhilfe schaffen. Es gibt für die Behandlung der Haut Therapien, die die Haut mit UV-B- oder UV-A-Licht bestrahlen. Diese Methoden sollten mit einem Arzt besprochen werden, da ein erhöhtes Hautkrebsrisiko besteht.

Gegen Migräne und Kopfschmerzen

Lichttherapie wird gegen Kopfschmerzen ausschließlich vorbeugend eingesetzt. Auslöser von Migräne ist meist ein Mangel des Hormons Serotonin, welches durch eine Tageslichtlampe in größeren Mengen produziert wird. Sind die Kopfschmerzen bereits vorhanden, so sollte man nicht mit Licht behandeln, da dies die Schmerzen oft weiter verschlimmert. Ebenfalls sehr gut gegen Migräne hilft Manuka Honig. Mehr Informationen zu Manuka Honig findest du auf honig-manuka.com.

Ergänzende Maßnahmen zur Lichttherapie

Neben der Behandlung mit einer Tageslichtlampe ist es vom Vorteil, sich so viel wie möglich im Freien aufzuhalten (am besten in den Morgenstunden). Bei mittleren bis schweren depressiven Verstimmungen ist es empfehlenswert, einen Arzt zu konsultieren. Dieser wird eine Behandlung mit Antidepressiva oder Psychotherapie anordnen.

Was kannst du noch zusätzlich zur Lichttherapie tun?

  • Sport im Freien in den frühen Morgenstunden regt den Kreislauf an und stößt Glückshormone aus
  • 2-3 Liter Wasser täglich entgiften den Körper, hilft gegen Müdigkeit und versorgt die Zellen mit Flüssigkeit
  • Ein Ausflug in die Berge, wo die Sonne bekanntlich am stärksten strahlt
  • Auch im Büro häufiger Stoßlüften und auch im Winter die Fenster hin und wieder öffnen
Dr. Dieter Kunz, Psychiater und Schlafforscher hat dem Spiegel ein ausführliches Interview zum Thema Lichttherapie gegeben.

Weitere Anwendungen einer Tageslichtlampe

Bei Tageslicht kann man in der Fotografie die besten Blendeneinstellungen treffen.

In der Fotografie

Gutes Licht ist in der Fotografie von entscheidender Bedeutung. Die besten Fotos entstehen meist bei Tageslicht. Mit Hilfe einer Tageslichtlampe kann man für optimale Lichtverhältnisse sorgen und somit ausdrucksstarke Fotos in hervorragender Qualität schießen. Eine Tageslichtlampe für die Fotografie sollte in etwa eine Farbtemperatur von 6.500 Kelvin aufweisen.

Als Wecker/Lichtwecker

Ein Lichtwecker simuliert einen natürlichen Weckvorgang durch Tageslicht. Er versucht dabei, einen Sonnenaufgang nachzuahmen Das Licht der Tageslichtlampe wird langsam und stetig immer stärker. Dadurch wird man ähnlich wie bei einem Sonnenaufgang im Sommer langsam und natürlich geweckt. Eine sehr viel angenehmere Methode, als mit einem schrillen Weckton aus dem Schlaf gerissen zu werden. Hochwertige Modelle verfügen zudem eine Dämmerungsfunktion. Hier wird ein Sonnenuntergang imitiert. Dies ist vor allem gegen Einschlafprobleme eine sehr wirksame Methode.

Für Pflanzen

Pflanzen bilden ihre Nährstoffe durch Photosynthese, welche durch Tageslicht angeregt wird. Bei zu geringer Lichtintensität und falschem Beleuchtungsspektrum reichen die gebildeten Nährstoffe nicht aus, um die Pflanze ordnungsgemäß zu versorgen. Die Tageslichtlampe sollte die Pflanzen zumindest 8 Stunden am Tag beleuchten, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Beim Schminken

Um sich perfekt schminken zu können, ist eine gute Beleuchtung notwendig. Oft stellt man erst außer Haus fest, dass die Schminke doch nicht so gut sitzt, wie man im Spiegel gesehen hat. Ideal zum Schminken sind Tageslichtröhren, die man am Spiegel befestigt. Das Glas der Röhren sollte etwas gedimmt sein, damit man sich nicht blendet.

Fürs Terrarium

Tiere sind genauso wie wir Menschen an die Natur und natürlich auch an natürliches Sonnenlicht angepasst. Ein Tier in einem Indoor Terrarium bekommt so gut wie nie Tageslicht ab. Als Tierhalter versucht man, die natürlichen Biotope der Tiere so gut es geht nachzubauen. Dazu kann man eine Tageslichtlampe verwenden, welche den Reptilien etwas mehr Tageslicht zukommen lässt. An eine wirklich natürliche Beleuchtung kann man jedoch nicht rankommen, da an einem normalen Sonnentag bis zu 100.000 Lux erreicht werden.

Beim Malen

Die Lichtfarbe ist beim Malen von großer Bedeutung. Ein farbiges Licht, also gelb, rot oder blau, verfälscht die Wirkungen der Farben und des Gemäldes. Die Verwendung eines weißen Tageslichtes einer Tageslichtlampe sorgt für eine neutrale für das Malen gut geeignete Bedeutung.

Wirkung einer Tageslichtlampe

Die Sonne verändert ihr Licht im Laufe eines Tages. Zu Mittag aktiviert sie uns, am Abend lässt sie uns müde werden.

Die Sonne verändert ihr Licht im Laufe eines Tages. Zu Mittag aktiviert sie uns, am Abend lässt sie uns müde werden. Aber was passiert, wenn wir spät abends eine Tageslichtlampe verwenden? Wie funktioniert die Tageslichtlampe dann? Tatsächlich handelt es sich um künstliches Licht, erzeugt von einem bestimmten Leuchtmittel. So ersetzt die Tageslichtlampe auf keinen Fall die Sonne, da diese die UV Strahlung filtern und die menschliche Haut gar nicht erst erreicht. Bei der Tageslichtlampe ist die Farbtemperatur entscheidend, damit sie als eine solche bezeichnet werden kann. Um die korrekte Temperatur zu erreichen, wird ein Konversationsfilter benutzt, der in der Regel eine blaue Farbe enthält. Mittlerweile gibt es aber auch LED Tageslicht mit weißem Filter.

Wirkung von Tageslicht auf den Körper

Tageslicht hat Auswirkungen auf den gesamten Stoffwechsel des Menschen. Es ist zuständig für alle visuellen Funktionen (das Sehen), die emotionale Qualität und biologische Impulse (die "innere" Uhr). Es steuert weiters unsere Leistung und die Befindlichkeiten während der Jahreszeiten. Dies äußert sich in zwei Rythmen, die der menschliche Körper durchläuft:

Circadianer Rhythmus (etwa 24 Stunden)

  • Morgens steigt die Leistungskurve des Menschen an
  • Mittags flacht sie ab
  • Nachts erreicht der Organismus seinen Tiefpunkt

Infradianer Rhythmus (Jahreszeit)

  • In den Wintermonaten weniger fit
  • Niedergeschlagen
  • Getrübte Stimmung und saisonal abhängige Depression

Weiters steigert Tageslicht am Morgen die Produktion des Stresshormons Cortisol. Der Mensch wird dadurch wach und konzentriert. Auch wird die Bildung des Stimmungsaufhellers Serotonin angeregt - dadurch ist der Mensch fit und leistungsfähig.

Wie wirken die verschiedenen Farben von Licht?

Warme Lichtfarben vermitteln ein Gefühl von Gemütlichkeit und Wärme und wirken entspannend. Sie fördern die Bildung des Schlafhormons Melatonin. Kalte Farben verringern den Melatoninwert und erhöhen dadurch die Leistungsfähigkeit und aktivieren. Da eine Tageslichtlampe blauweißes Tageslicht abgibt, ist der Einsatz der Lampe vor allem unter Tags sinnvoll, um eine aktivierende Wirkung zu erreichen. Eine Studie, welche sich mit der Wirkung von weißblauem Licht auseinandersetzt, ist hier nachzulesen: http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0102827

Eine Tageslichtlampe darf erst dann als eine solche bezeichnet werden, wenn die Farbtemperatur der DIN EN 12.464 bei 5.300 – 6.500 Kelvin liegt. Bei einer Vollspektrumlampe werden zusätzlich kurzwellige UV-Strahlungen abgegeben, ansonsten sind die Tageslichtlampen aber frei von UV-Licht. Die positiven Auswirkungen einer solchen Lampe werden dadurch aber keinesfalls ausgebremst.

Einsatz von Lichtfarben

Im Arbeitsbereich sind deswegen kalte Lichtfarben sinnvoll, um die Leistung zu verbessern. (ca. 5000-6000 Kelvin). In Bereichen, wo man eine lange, sitzende Tätigkeit ausübt, werden diese jedoch subjektiv als unangenehm wahrgenommen. Hier sind Lichtfarben um die 4000 Kelvin geeignet. Im Wohnbereich werden für eine gemütliche, wohnliche Atmosphäre warme Lichtfarben eingesetzt. In der Medizin werden verschiedenste Lichtfarben benutzt, um beispielsweise den Tagesablauf von Demenzkranken zu strukturieren.

Tagesablauf

Sonnenlicht verändert seine Farbe mehrmals am Tag. Die Sonnenstrahlen werden je nach Sonnenlage verschieden stark gestreut (Rayleigh-Streuung). Eine tief stehende Sonne morgens oder abends bewirkt rotes Licht, während zu Mittag blaues Licht dominiert.

Was ist eine Vollspektrumlampe?

Eine Vollspektrumlampe leuchtet im "Vollspektrum", das heißt sie wird durch folgende Eigenschaften definiert:

  • An Tageslicht orientiert, Farbtemperatur 5800 Kelvin. Farbgenauigkeit höher als 90 Cri (Nahe an echtem Sonnenlicht)
  • Geringer UV Anteil
  • Kontinuierlicher, harmonischer Spektralverlauf

Gefahren und Nebenwirkungen einer Tageslichtlampe

Der medizinische Dienst der Krankenkassen bewertet Lichttherapie als "tendenziell positiv". Es werden somit von offizieller Seite keine Nebenwirkungen genannt. In einzelnen Fällen können Übelkeit, Kopfschmerzen und überforderte Augen auftraten. Bei empfindlicher Haut können Hautrötungen oder trockene Schleimhäute entstehen.

Wann sollte man nicht behandeln?

Den Einsatz einer Tageslichtlampe sollte man vor der Behandlung mit einem Arzt abklären, wenn man folgende Krankheitsbilder aufweist:

  • Probleme mit dem Sehnerv oder Netzhaut, zum Beispiel bei grauem oder grünem Star
  • Entzündung des Glaskörpers
  • Diabetes
  • Hauterkrankung oder Behandlung der Haut, die sie lichtempfindlicher macht
  • Bei Einnahme von Antidepressiva oder Johanniskraut
  • Bei Einnahme von Schmerzmittel oder Blutdrucksenker

Wenn man sich nicht sicher ist, ob man eine Lichttherapie verträgt, sollte man auf jeden Fall zur Sicherheit beim Hausarzt nachfragen. Allgemein betrachtet wird das Tageslicht als natürlich empfunden, da auch der Mensch evolutionsbedingt daran gewöhnt ist. Somit nutzt man die Tageslichtlampen häufig in bestimmten Branchen, vor allem aber in denjenigen Bereichen, wo wenig natürliches Tageslicht zum Einsatz kommen kann. Viele Unternehmensführer oder Geschäftsführer wissen um die positiven Auswirkungen auf ihre Mitarbeiter und investieren gerne in gute Lampen. Doch nicht nur hier können die Tageslichtlampen zeigen was sie können, sondern auch im privaten Raum verbessern sie die Motivation und allgemeine Stimmung.

Vergleich und Erfahrungen

Mit der Kraft des Sonnenlichts schaffst du es hoch hinaus!

Persönliche Erfahrungen

Ich persönlich merke sehr stark, dass ich im Winter schlapper und weniger leistungsfähiger bin. Deshalb habe ich mir vor einigen Jahren eine Tageslichtlampe gekauft. Bei der ersten Behandlung wirkt das Licht noch etwas hell und gewöhnungsbedürftig. Ich habe mich aber recht schnell daran gewöhnt, versuche aber, nicht direkt in das Licht zu blicken. Ich starte die Lichtdusche meist vormittags für eine halbe Stunde. Meist hilft mir das, mich fitter und aktiver zu fühlen. Eine Schreibtischlampe mit Tageslicht habe ich ebenfalls probiert, diese hat meine Augen jedoch etwas zu sehr angestrengt.

„Ich selbst kann die Verwendung der Tageslichtlampe im Büro sehr empfehlen, da selbst bei längeren Schreibtischtätigkeiten die Augen nicht schmerzen und auch die typische Bildschirmmüdigkeit erst später auftritt. Man bleibt länger konzentriert und motiviert.“

Vergleich

Einen Vergleich sehr guter Produkte findet man auf unserer Bestellseite. Diese kannst du dann direkt auf Amazon bestellen.

Wo Kaufen

Tageslichtlampen kann man online bestellen, oder bei Saturn, Mediamarkt oder ähnlichen Elektronik- bzw. Lampenhändlern kaufen.

Hersteller

Renommierte Hersteller von Tageslichtlampen sind Beurer, Phillips, Androv, Klarstein, Medisana und Phillips. Entscheidest du dich für ein Gerät einer dieser Hersteller, bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Preise von Tageslichtlampen

Die Preisreichweite liegt zwischen Euro 50 für ein Einsteigergerät und 400 Euro aufwärts für ein sehr gutes Markengerät. Wer ein qualitativ hochwertiges Leuchtinstrument haben möchte, sollte sich in einem Preisbereich von EUR 200 bis EUR 400 einordnen.

Stiftung Warentest

In der Ausgabe 11/2003 wurden 13 Lichttherapiegeräte und Wohlfühlleuchten verglichen. Testkriterien waren, ob die Behandlung der Geräte gegen Winterdepressionen geeignet ist, wie gut die Handhabung der Leuchten ist und die Qualität der Gebrauchsanleitung, Stand- und Transportsicherheit sowie die Inbetriebnahme und Reinigung.  Großes Augenmerk wurde auf die Entsorgungshinweise gelegt. Die Leuchtmittel enthalten spezielle Schadstoffe und gehören deshalb in den Sondermüll. Oft werden diese jedoch im Hausmüll entsorgt. Das Ergebnis des Tests war viermal die Note gut, achtmal Befriedigend und einmal die Note ausreichend. Zum Test von Stiftung Warentest.

Wie wird die Lampe verwendet?

Die beste Behandlungszeit ist morgens - das Tageslicht motiviert und hilft dir, aus den Federn zu kommen.
Für jedes Anwendungsgebiet empfiehlt sich eine unterschiedliche Behandlungsdauer und Zeitpunkt der Behandlung. Für ein optimales Ergebnis kannst du deinen Arzt um Rat fragen oder in der Bedienanleitung deiner Tageslichtlampe nachlesen.

Zeitpunkt der Behandlung

Die ideale Zeit für die Lichtdusche ist in der Früh nach dem Aufstehen. Der motivierende und aktivierende Effekt des Lichts wirkt hier am besten und hält meist lange in den Tag hinein. Die Tageslichtlampe sollte nicht vor dem Schlafengehen verwendet werden, da Schlafstörungen auftreten könnten. Sinnvoll ist eine tägliche Behandlung, welche regelmäßig um dieselbe Uhrzeit durchgeführt wird.

Dauer der Behandlung

Die Bestrahlung sollte zumindest 30 Minuten lang durchgeführt werden. Als Maximum kann 120 Minuten genannt werden, aber auch hier liest du die maximale Dauer für deine Lampe am besten in der Bedienungsanleitung nach.

Während der Behandlung

Am besten führt man während der Lichtdusche normale Tätigkeiten wie lesen, essen, schreiben oder ähnliches aus. Auch sollte man darauf achten, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Man sollte auf jeden Fall während der Behandlung die Augen geöffnet haben, da die Wirkung auch über das Auge geht. Deshalb ist schlafen während der Lichttherapie nicht optimal.

Abstand zur Tageslichtlampe

Je näher man an der Tageslichtlampe ist, desto stärker wirkt sie. Beispielsweise wirken manche Lampen bei einem Abstand von 20cm mit 10.000 Lux, während sie bei einem Abstand von 60cm nur mehr mit 1.000 Lux Stärke wirken. Den idealen Abstand für dein Gerät entnimmst du am besten aus der Gerätebeschreibung. Viele Quellen berichten von einem idealen Abstand von einem halben bis einem Meter.

Wann wirkt die Behandlung?

Die ersten Krankheitssymptome bessern sich bereits nach wenigen Tagen regelmäßiger Bestrahlung. Der gewünschte Erfolg bzw. eine vollständige Genesung von Symptomen ist stark personen- und krankheitsabhängig und dauert auch teils relativ lange.

Anwendung in Wohnräumen

Im Büro

Eine im Büro verwendete Tageslichtlampe kann als Schreibtischlampe fungieren und erhöht damit die Produktivität während der Arbeit. Nachweislich kann die Motivation und das Durchhaltevermögen gestärkt werden. Im Selbstversuch ist festzustellen, dass die Tageslichtlampen sogar berühmte Wachmacher wie etwa Kaffee ersetzen können. Auch für die Augen, beispielsweise während dem Lesen oder Tippen am Computer, ist die Arbeit unter Tageslicht schonender und gefühlt weniger anstrengend.

Im Bad

Bringt man eine Lampe am Spiegel an, so hat man auf jeden Fall einen aktiven Start in den Tag. Die Zeit der Lichtdusche ist auf keinen Fall vergeudet, da man sich sowieso im Bad frisch macht. Zum Schminken und Zurechtmachen ist Tageslicht das angenehmste Licht, es blendet nicht und ist auch nicht zu dunkel, sodass man garantiert den richtigen Make-up-Ton trifft.

Wohnzimmer

Hier eignen sich Tageslichtlampen entweder als Deckenleuchte oder Standlampe. Ich empfehle die Standlampe, da diese optional ist, und eventuell am Abend abgedreht werden kann. Im Schlafzimmer hingegen sind die Tageslichtlampen weniger geeignet, da sie schließlich die Melatoninproduktion hemmen, welche zum Einschlafen und Müdewerden gebraucht wird.

Küche

Ideal, um während dem Kochen eine gute Portion Tageslicht abzubekommen. Vor allem dann, wenn in der Küche kein zusätzliches Fenstern angebracht ist. Tageslicht regt übrigens auch die Kreativität an, sodass sich das vielleicht beim Kochen bemerkbar macht.

Arten von Tageslichtlampen

Unterschiedliche Leuchtmittel

Tageslichtlampen unterscheiden sich aufgrund der eingesetzten Leuchtmittel und demnach auch aufgrund der Lichstärke. Verwendet werden LED-, Halogen- oder Glühlampen. Bei einigen Modellen werden LED-Panels verwendet. Andere Modelle greifen auf klassische Fassungen zurück. Herkömmliche Geräte verwenden eher Leuchtstoffröhren, während aktuelle Geräte eher mit LED Technik arbeiten. Moderne Lampen sind dimmbar. Dies ist für Beleuchtungszwecke sinnvoll, hat jedoch für die Lichttherapie keinen Effekt, da der gedimmte Modus zu schwach ist, um Effekte zu erzielen.

Unterschiedliche Modelle

Die klassischen Tageslichtlampen sind alleinstehende Leuchtmittel, welche zur Lichttherapie eingesetzt werden. Sie werden auch Lichttherapielampen genannt. Der weiterführende Begriff "Tageslichtlampe" umfasst außerdem alle Leuchtmittel, die mit weißem Tageslicht leuchten. Dazu zählen auch Glühbirnen mit Tageslicht, Deckenleuchten, Schreibtischleuchten und viele weitere Modelle. Neben der Form der Geräte ist auch die Höhenangabe in cm jeweils unterschiedlich.

Decke

Tageslichtlampen sind als Deckenlampen sehr gut geeignet, da sie energiesparend sind. Im Schlafzimmer raten wir von der Verwendung ab, da das Tageslicht zu Schlafprobleme führen kann.

Schreibtisch

Als Schreibtischlampe sind die Lampen sehr gut geeignet, da sie eine motivierende und aktivierende Wirkung haben.

Energieverbrauch

Eine Tageslichtlampe verbraucht in etwa ein Viertel der Energie einer herkömmlichen Glühbirne und kann somit der Kategorie der Energiesparlampen zugeordnet werden. Sie zeichnet sich durch eine lange Lebensdauer aus. Die Lebensdauer einer Tageslichtlampe wird oft mit 10.000 Arbeitsstunden angegeben. Bei einer Behandlungszeit von 45 Minuten pro Tag sind dies in etwa 36 Jahre.

Tageslicht Glühbirnen

Tageslichtglühbirnen eignen sich hervorragend, um jede Lampe in eine Tageslichtlampe umzufunktionieren. Vor allem in Räumen, wo viel gearbeitet wird, führen diese Birnen zu gewünschten Effekten. Prinzipiell gelten alle Vorteile, die auch für Tageslichtlampen gelten. Die Glühbirnen gibt es in verschiedenen Wattstärken und Gewinden. Bei Gewinden wird meist E14 und E27 verwendet, während bei den Watt ein Spektrum von 20 bis 100 realistisch ist.

Zusätzliche Tipps / Zubehör

Vorschaltgerät zur Strombegrenzung

Man unterscheidet bei Tageslichtlampen zwischen Lampen, welche elektrisches Vorschaltgerät (EVG) benutzen, und Lampen, welche ein konventionelles Vorschaltgerät (KVG) eingebaut haben. Das Vorschaltgerät entscheidet über die Qualität des Lichts. Optimal ist EVG, da diese Lampen flackerfreies Licht liefern, welches sehr ruhig auf das Auge wirkt.

Reinigung der Lampen

Um die optimale Leuchtkraft der Lampe zu erhalten, sollte diese regelmäßig gereinigt werden. Die Pflege ist dabei recht unkompliziert, da die meisten Lampen sehr kompakt und schlicht gebaut sind. Wichtig ist das regelmäßige Entstauben der Oberfläche, einmal pro Woche darf es dann auch ein feuchtes Tuch sein. Darauf zu achten ist allerdings, dass sich um die Lichtquelle keine Staub- oder Schmutzfilme bilden. Diese können sich unter Umständen richtig einbrennen und die Lebensdauer der Lampe verkürzen. Verwendet werden können am besten Mikrofasertücher, weniger gut geeignet sind aggressive Reinigungsmittel.

Stellt man ein Flackern oder ein Nachlassen der Helligkeit fest, so muss umgehend ein neues Leuchtmittel besorgt werden. Die Lebensdauer der Leuchtmittel ist natürlich von der Lampe selbst abhängig, bzw. von der Nutzungsdauer. Generell sind Tageslichtlampen mit einer Lebensdauer von bis zu 30.000 Stunden ausgestattet. Bei kompletten Defekten ist der Hersteller zu kontaktieren.

Vorteile einer Tageslichtlampe - Fazit

Als Abschluss möchten wir hier noch einmal die Vorteile einer Tageslichtlampe zusammenfassen:

  • Geringer Energieverbrauch
  • Hilft gegen Sonnenlichtmangel in der kalten Jahreszeit
  • Erhöht die Leistungsfähigkeit und beugt vorzeitiger Ermüdung vor
  • Erhöht die Merk- und Konzentrationsfähigkeit
  • Erhöht die Produktion von Vitamin D
  • Das Immunsystem wird gestärkt
  • Hilft sehr gut gegen von Lichtmangel hervorgerufene Depressionen
  • Wirkt regulierend auf den Blutdruck
  • Hilft gegen Lidzittern, Druckgefühl und Augenbrennen.